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Band:
Express Brass Band

Richtung:
Jazz / Funk / Balkan
Bildungsort:
München
Info über Band:
München klingt anders in diesen Tagen. Frischer, lebendiger, schärfer.
In den letzten Jahren hat sich eine Szene von Bands entwickelt, deren
Einflüsse von Jazz, Soul, osteuropäischer und afrikanischer Musik bis
hin zu Punk und bayerischem Folk reichen. Neben einer gewissen Vorliebe
für Blechblasinstrumente ist es eine besondere Art von Community, die
Gruppen wie G. Rag Y Los Hermanos Patchekos oder The Express Brass Band
auszeichnet.
Wolfgang Schlick, der Mann mit der Tuba, hat The Express Brass Band
Ende 1999 «mehr oder weniger zufällig gegründet» - mit der schlichten
Idee, eine akustische Band für den Englischen Garten zusammenzustellen.
Inzwischen ist die Band auf 16 und mehr Mitglieder angewachsen; eine
noch unerfahrene Trompeterin hat darin genau so Platz wie ein
versierter Saxophonist.
Und ob vor besetzten Häusern in Mailand oder auf einer Dachterasse
über der Spree, ob im stillgelegten Giesinger Bahnhof oder auf einem
Festival in Barcelona - überall, wo die Brass Band spielt, lässt sie
ein euphorisiertes Publikum zurück. Das liegt nicht nur an den
kraftvollen Rhythmen und Sounds, die sich aus den Klängen von
Saxophonen, Trompeten, Posaunen, Tuba, Mundharmonika, Perkussion und
Schellenkranz speisen. «Wir sind sehr beweglich», sagt Schlick. «Und
sind auch ohne Verstärker laut genug, um die Leute zum Tanzen zu
bringen.»
Letztes Jahr im Juli ist The Express Brass Band einer Einladung des
blumenbar Verlags gefolgt, der bis dahin gerade einen Roman publiziert
hatte; die Veröffentlichung eines zweiten Buchs mit dem Titel «Osten.
In 26 Geschichten um die Welt» stand unmittelbar bevor. Als die Idee
aufkam, eine Reise Richtung Osten auch musikalisch umzusetzen, schien
dafür niemand besser geeignet als die Brass Band.
Die blieb nicht alleine. Höchst unterschiedliche Gastmusiker
pilgerten zu den zweitägigen Aufnahme-Sessions ins Amerika Haus: Jojo,
ehemals Schlagzeuger bei Fela Kuti; Saam Schlamminger, orientalisch
geprägter Schlagwerker und oft mit The Notwist unterwegs; Sängerin
Isabel Mercedes mit dem richtigen Stück im richtigen Moment;
Singer-Songwriter Ziad (Frankreich/Ägypten) und DJ Gringo, die für
ihren arabisch angehauchten Dub nur einen einzigen Take benötigten;
schließlich die virtuose aserbeidschanische Pianistin Ulvija Abdulajeva
und - als very special guest - der 92-jährige ungarische Opernsänger
László Farkas.
«Oriental Journey» ist ein schillernder Soundtrack geworden für
tausend und eine Karawane. Und zugleich das erste Album mit Stücken
jener bereits legendären The Express Brass Band, für die die Isar nicht
in Pullach endet; sondern im Schwarzen Meer.
Alben:
2004 - ORIENTAL JOURNEY
Seiten:
http://www.expressbrassband.de/
http://www.myspace.com/expressbrassband
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